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Berichte

2010

 

IDJoM 2010 in Travemünde

(Jörg Waterkamp)

Es war kalt auf der Ostsee. Auch die alten Hasen aus dem Lübecker Yacht Club konnten sich nicht an ein solches Wetter im Mai erinnern. Und dann kam der Regen. Erstmalig waren wir mit unserer Regatta nicht mehr am Priwall sondern auf dem Möwenstein. An sich ist das ein schönes Gelände. Aber am Mittwoch, dem Vermessungstag, hat es gestürmt und gegossen. Ablegen von dort war unmöglich, der Wind kam aus NO und die Rampe stand voll unter Wasser, Das wäre ja nicht so schlimm gewesen. Doch die anlaufenden Wellen ließen es gar nicht zu, dass man dort ein Boot hätte ins Wasser bringen können. Und der Dauerregen verwandelte die Wiese bald in eine Sumpflandschaft. Ein paar Teams zogen daraufhin gleich an diesem Tag zum Priwall um - nicht zur Freude des LYC. DJoM

Aber schließlich beruhigte sich das Wetter und ein paar Teams haben sogar noch trainiert. Am Donnerstag kam dann die Ernüchterung: nach langem Warten auf dem Wasser gab es nicht einen Lauf wegen Flaute. Immer mal wieder zeigte sich ein Lüftchen von bis zu 6 oder 7 kn, doch brach es regelmäßig nach kurzer Zeit wieder zusammen, faires Segeln wäre unmöglich gewesen. So ging es eigentlich erst Freitag richtig los, aber viel Wind war immer noch nicht da. Morgens ein Lauf, über Mittag warten auf Wind und dann noch einmal zwei Wettfahrten. Da hatten wir es wesentlich besser als die 420er, die auch mit auf der Bahn waren zu ihrer WM/EM-Endausscheidung. Dort hatte es morgens nicht geklappt und so blieben sie bei der Kälte mit noch vier Läufen bis gegen 20.00 Uhr auf dem Wasser.

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir schon unsere Juniorenversammlung hinter uns und saßen beim Essen. Wichtigstes Ergebnis der Versammlung: wir haben eine neue Jugendwartin. Magdalena Hubert-Reh wird zum Studium ins Ausland gehen und hat daher auf das Amt verzichtet. Erstmalig seit (sehr) vielen Jahren traten zwei Kandidatinnen an, gewählt wurde Marlene Trommer aus Berlin.

Am Samstag gab es dann bei deutlich mehr Wind noch einmal drei Läufe, da war Arbeit angesagt und Erfahrung mit der Kabbelwelle auf der Lübecker Bucht, das sah man dann auch deutlich an der Ergebnisliste des Tages. Der Körpereinsatz ließ zumindest die Kälte (8-9 Grad) nicht mehr so sehr spüren. Sonntag nur noch ein Finallauf für die ersten Zehn. Da nur 17 Mannschaften zur Meisterschaft gekommen waren, wurde auf ein Flottenfinale für die verbliebenen 7 Teams verzichtet. Und nun kam plötzlich wieder richtig Wind auf. Zunächst war geplant unmittelbar vor dem Strand das Finale auszutragen. Aber bei ablandigen drehenden Winden entschloss sich der Wettfahrtleiter doch wieder in das Regattagebiet vor dem Brodter Ufer zu gehen. Die Bahn war schon ausgelegt, als der Wind auf konstante 30 kn zulegte. Also doch wieder zurück in Richtung Strand. Von dort hätten dann auch die Zuschauer etwas von der Regatta mitbekommen können, die Luvtonne war nur knapp 200 Meter vom Ufer entfernt. Bis auf einen wetterfesten Vater gab es nur leider keine Zuschauer.

Es wurde ein sehr spannender Lauf. Stockerl Keiner rechnete wirklich damit, dass die beiden Ersten noch von diesen Plätzen verdrängt werden könnten. Nur war die Frage, wer vor dem anderen ins Ziel kommt, er würde die Meisterschaft gewinnen. Doch auf den dritten Platz hatten nahezu alle anderen noch eine realistische Chance. Die Mädchencrews hatten alle erheblich mehr mit den rauen Verhältnissen zu kämpfen als die Männer. Doch hier retteten sich Annika Bochmann/Anika Lorenz mit dem 6. Platz im Finale noch ganz knapp auf den Gesamtrang drei. Daniel Zepuntke/Dustin Baldewein gewannen auch den Finallauf vor Tim Elsner/Oliver Szymanski und so blieb es dann auch in der Gesamtwertung.

Alle wollten jetzt nur noch so schnell wie möglich nach Hause, obwohl die Temperatur inzwischen auf immerhin 11 Grad gestiegen war. Verabschiedet wurden wir dann gegen 15:00 Uhr mit blauen Lücken im Wolkenhimmel und schon direkt hinter Lübeck schien strahlend die Sonne

Ergebnisse

 

Trapez Steinhude

Steinhude ist immer eine Reise Wert: Wie immer wurden wir sehr freundlich im HYC empfangen. Angekommen an der Bar war die "Übermacht" der FD-Segler nicht zu übersehen. Ich denke, da sollten wir zur nächsten Regatta in Steinhude mehr "Flagge" zeigen. Nach 470er aufbauen und dem leckeren Frühstück ging es bei herrlichem Sonnenschein direkt aufs Wasser. An diesem Tag standen gleich 3 Leichtwindwettfahrten auf dem Programm. Wiebke und Geeske hatten den besten Riecher und setzten sich an die Spitze des Feldes. Wer der Meinung war Sonnencreme braucht man nicht, konnte sich an seiner roten Gesichtsfarbe erfreuen. Abends ging es traditionell zum Griechen und anschließend gab man sein bestes beim Freibier. Warten auf den Wind

Der Sonntag war ein Tag zum Entspannen. Sonne pur bei 23 Grad und kein Regattalüftchen zeigte sich. So hieß am Mittag den 470er verpacken, das Kuchenbuffet stürmen und nach der Preisverteilung die Heimreise antreten.

P.S.: Kleiner Geheimtip: Wer nette 470er Mädels kennen lernen will, sollte beim nächsten Mal unbedingt in Steinhude vorbeischauen...

Frank Thieme

Ergebnisse

 

Auftakt Konstanz

Kurzfragebogen


Villa Prym in der Sonne

Ergebnisse Konstanz, Kurzbericht auf sailing-news.ch , Bilder beim SSCK .

 

 

 

Schneeschmelze Essen


Essen

Ergebnisse

 

Training Zülpich

Zum ersten Wintertraining kam auch der Winter noch einmal zurück. Angefangen von eingefrorenen Wasserleitungen in der Dusche, bis zur Überlegung ob es Winterreifen für Trailer gibt, beherrschten Winterthemen das Training. Die Teilnehmerzahl ist bis zu Trainingsbeginn auf 7 Teams geschrumpft, 6 brachten Ihre Schiffe mit und 4 bauten diese auf und gingen auf das Wasser. Der Samstag bot kalte Finger, eine vereiste Slipbahn, aber auch schöne Segelbedingungen zwischen Sonne und Schneetreiben. Besser kann man die Luftströmungen gar nicht erkennen! Florian half mit Tipps und Anleitungen dabei schlechte, alte Gewohnheiten loszuwerden und gegen neue Varianten zu ersetzen. Training Zuelpich Im Anschluss kam Rüdiger extra aus Essen angereist um auch alte Regelflausen auszutreiben.

Der Sonntag begann mit einer Überraschung: Während die Segler im Matratzenlager eingekuschelt waren ist draußen der See eingefroren. Gute 50 Meter weit erstreckte sich das Eis in das offene Wasser. Das Schmelzen der Scholle wurde mit einigen Theorieweisheiten von Julian überbrückt und zum zweiten Mal ging es 2010 auf das Wasser. Dieses Mal ohne Schnee bei sonnigem Winterwetter. Die Saison 2010 hat nun auch im Rheinland begonnen - wir geben weiter an den Ruhrpott. (mp)

 

 

 

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